Baur Versand


DSL - Die Schlüsseltechnologie des Internets

Die Schlüsseltechnologie des Internets - DSL

Wer kann sich heute noch ein Leben ohne schnelles Internet vorstellen? Vorbei sind die Zeiten, in denen die Internetverbindung über das Modem vor sich hin schlich. Die schnellen Breitbandverbindungen haben das Internet revolutioniert. Neue Anwendungen mit Film- und Fernsehangeboten im Netz eröffnen völlig neue Wege der Information, Kommunikation und Unterhaltung - YouTube und Co. sei Dank.

All das wäre ohne DSL nicht möglich. DSL steht für „Digital Subscriber Line“ und bezeichnet eine Breitbandtechnologie in der Übertragungstechnik. Die Datenübertragung per DSL erfolgt in der Regel über die vorhandene Telefonleitung und kann parallel zum normalen Telefonanschluss (ISDN oder analog) verlaufen. Dabei werden weitaus größere Frequenzbereiche genutzt als bei analogen Internetverbindungen (ISDN oder Modem), was eine vielfach höhere Geschwindigkeit ermöglicht (bis zu 52 MBit/s). Es gibt verschiedene DSL Technologien, z.B. ADSL, ADSL2+ (ugs.:DSL2), HDSL, SDSL und VDSL, welche jeweils unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten realisieren können.

Man kann bei DSL zwischen asymmetrischer und symmetrischer Übertragung unterscheiden. Bei der asymmetrischen Übertragung (ADSL, ADSL2+) werden mehr Daten pro Sekunde empfangen (Downstream), als gesendet (Upstream). Dies wird meist für Privatanwender angeboten. Bei ADSL ist ein Downstream mit maximal 8 MBit/s und ein Upstream mit bis zu 768 kBit/s möglich (DSL 8000), DSL2 ermöglicht hingegen einen Downstream von bis zu 25 MBit/s (DSL 25000). Bei der symmetrischen Übertragung steht für Up- und Downstream jeweils die gleiche Bandbreite zur Verfügung. DSL-Technologien sind z.B. HDSL, SDSL und VDSL. Bei HDSL (High Speed DSL) und SDSL (Symmetric/ Single Pair DSL) können Bitraten von bis zu 2,3 MBit/s realisiert werden, was meist von Unternehmen genutzt wird (z.B. für Video-Konferenzen). Bei VDSL (Very High Bitrate DSL) sind symmetrische Bandbreiten von bis zu 34 MBit/s realisierbar, asymmetrisch sogar bis 52 MBit/s Downstream und 6,4 MBit/s Upstream. VDSL wird auch zunehmend für Privatkunden angeboten.

Für DSL wird die bestehende Kupferkabel-Infrastruktur genutzt. Da ein Teil der Bandbreite für DSL zur Verfügung steht und der andere Teil für die Telefonie genutzt wird, ist ein Splitter nötigt, welcher Daten und Sprache voneinander trennt. Die Daten werden dem DSL-Modem zugeführt und die Sprache wird zum analogen Telefon geleitet. Die für die DSL-Nutzung benötigten Hardwarekomponenten, Splitter und DSL-Modem, werden in der Regel vom Anbieter bereitgestellt.

Anbieterseitig wird eine Vermittlungsstelle für die Verbindung zum Sprachnetz und ein DSL Access Multiplexer für die Internetanbindung benötigt. Die Distanz zwischen Vermittlungsstelle und Teilnehmeranschluss sollte nicht größer als 3km sein. Bei zunehmender Entfernung sinkt die realisierbare Bandbreite. Somit sind viele Haushalte von der Vermittlungsstelle zu weit entfernt für DSL oder es ist nur die geringste Bandbreite realisierbar. Ein weiterer Grund für die noch nicht erreichte Flächendeckung sind die Glasfasernetze in einigen Gebieten. Glasfaserkabel haben zwar wesentlich bessere Übertragungseigenschaften als Kupferkabel, aber der Einbau separater Vermittlungsstellen ist sehr kostenintensiv, deshalb werden mancherorts sogar wieder zusätzliche Kupferleitungen verlegt, um den Anwohnern eine DSL Verfügbarkeit anbieten zu können.

DSL hat sich innerhalb nur weniger Jahre zu DER Schlüsseltechnologie im Internet entwickelt. Die Technik ist ebenso einfach wie genial und jeder, der in den Genuss einer schnellen Verbindung über DSL kommt, wird kaum noch darauf verzichten wollen.

» DSL Tarife vergleichen

nach oben |