Keimfutter für Sittiche und Papageien
Doch was verbirgt sich hinter den Begriffen? Eine artenspezifische Körnermischung wird zum Keimen gebracht. Das Futter wird 6 bis 12 Stunden in Wasser eingeweicht. In diesem Stadium spricht man von Quellfutter, welches ebenfalls schon sehr begehrt ist. Die Körner lässt man jetzt gut in einem Sieb abtropfen und hängt dieses in die vorher verwendete Schale. Nach weiteren 12 bis 36 Stunden sind aus den Körnern schon richtige Keimlinge geworden. Am Wertvollsten ist Keimfutter, wenn gerade er die Spitzen der Keime zu sehen sind. Vorsicht ist in heißen Sommermonaten geboten! Das Futter kann schnell „umkippen“ und wird damit ungenießbar. Hauptfehler in de Herstellung sind zu lange Einweichzeiten und schmutzige Gefäße. Außerdem sollte man keine Metallsiebe verwenden. Denn durch die dauerhaft feuchte Umgebung bildet sich sehr schnell Rost. Besser sind Plastiksiebe. Diese sind günstig zu bekommen und meist spülmaschinentauglich.
Keimfutter für Nymphensittiche enthält zum Beispiel Nackthafer, verschiedene Hirsen, Weizen und Mungbohnen. Kleinere Vogelarten bekommen auch feinere Saaten, wie Quinoa, Negersaat, oder Glanz. Für Großpapageien kann man neben Weizen, Hafer und Hirse auch Bohnen, Wicken, Kardisaat und Sonnenblumenkerne verwenden.
Ebenfalls ungeeignet ist Leinsaat. Die Samen schleimen in Wasser aus. Daher verwendet man sie in der Volksmedizin auch als Abführmittel. Durch Leinsamen verklebt das gesamte Futter und die Keimlinge können sich nur unter Sauerstoffmangel entwickeln. Gebrochene Saaten, Kräuter und Beeren dürfen ebenfalls nicht gekeimt werden. Man kann sie aber frisch vor dem Verfüttern zugeben.
Guten Appetit