SIP & Co: VoIP Protokolle

Wie mancher Internetnutzer aufgrund eigener, leidvoller Erfahrung weiß, sind bei der Internettelefonie, also der Online-Sprachübertragung über IP einheitliche technische Standards leider dünn gesät. Setzt man in Sachen Voice over IP - kurz VoIP - auf die Produkte eines einzigen Hardware Herstellers, so hat man keine Probleme mit der Integration weiterer Geräte. Ähnlich wie beim “DVD –R” beziehungsweise “DVD +R” Standard versuchen die Hersteller nämlich, ihre eigenen Protokolle respektive Standards zu etablieren.

Sehr weit verbreitet ist jedenfalls das SIP Protokoll (Session Initiation Protocol), welches von der IETF, der Internet Engineering Task Force, entwickelt worden ist. Das SIP Protokoll, welches dem HTTP Protokoll ähnelt, baut eine Kommunikationssitzung zwischen zwei und mehr Teilnehmern auf. Auf dieses Netzprotokoll setzen de facto alle großen DSL und VoIP Provider Deutschlands, zumal es ein offener Standard ist.

Ein weiterer Standard - quasi ein “Konkurrenzprotokoll” - ist H.323. Dieses Produkt wurde von der International Telecommunication Union (ITU), dem Standardgremium der Telekommunikationsindustrie, entwickelt.

Damit wird auch klar, welcher große Gegensatz zwischen den Protokollen herrscht: Während H.323 auf die “Imitation” der Telekommunikation für Video und Sprache setzt, ist SIP ein wesentlich Internet-orientierter Dienst. So lässt es sich sehr einfach in die IP-Protokollfamilie einbauen.

Die beliebte VoIP-Software Skype wiederum basiert auf einem eigenen Standard, unterstützt seit der Version 4 aber auch das SIP-Protokoll. Skype kann man kostenlos im Internet herunterladen, unter anderem auf der Downloadseite Freeware.de.

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