Tattoos – Bilder, die unter die Haut gehen

Wer vor 10 Jahren eine mit bunten Bildern verzierte Haut zur Schau trug, lief leicht Gefahr, als Knastbruder, Seebär oder Gangmitglied abgestempelt zu werden. Doch seit auch immer mehr Prominente sich mit ihren Tattoos ablichten lassen, verschwindet das anrüchige Image der Tattoos.

Warum lässt sich jemand ein Bild in die Haut nadeln?

Die Gründe, warum sich jemand tätowieren lässt, sind so unterschiedlich wie die Personen selbst. Hatte in der Frühzeit eine Tätowierung meist einen religiösen Hintergrund, so wird heute eine Tätowierung meist als Ausdruck der Persönlichkeit gesehen. Während sie früher nur in gewissen Gesellschaftsschichten üblich waren, sieht man heute auch mal den Herrn Bankdirektor im Sommer mal mit seinem „Harley-Davidson“-Tattoo am Strand liegen.

Worauf sollte man beim Tätowieren achten?

In erster Linie darauf, dass einem das Motiv gefällt (vielleicht auch noch in 20 Jahren). Abzuraten ist von Tattoos mit dem Namen des aktuellen Partners, denn der kann sich rasch ändern – ein Tattoo nicht. Tattoos zu entfernen ist möglich, aber teuer und schmerzhaft.

Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Tätowierers. Bei einem Profi hat Hygiene oberste Priorität. Da beim Tätowieren Farbpigmente in die untere Hautschicht gestochen werden, kann sich das Gewebe entzünden. Wenn der Tätowierer die Haut vor dem Nadeln gut desinfiziert und bei der Arbeit Latexhandschuhe trägt, ist das Infektionsrisiko jedoch sehr niedrig.

Motive und Trends

Das Motto bei der Motivauswahl lautet: „Erlaubt ist, was gefällt.“ Ob Adler, Kreuz, Rose, Drachen, chinesische Symbole oder Tribals: das wichtigste ist, dass es einem gefällt und dass man sich damit identifizieren kann. Zu den beliebtesten Tätowierungen zählen nach wie vor schmucke Ornamente, die so genannten Tribals (weil sie häufig an traditionelle Muster von Stammeskulturen angelehnt sind) sowie Symbole oder Schriftzeichen, die Charaktereigenschaften oder Wünsche des Trägers symbolisieren.

In bester Gesellschaft

Wer sich entschließt, sich die Haut verzieren zu lassen, befindet sich bester Gesellschaft. Von der Gletschermumie Ötzi bis zu Filmstars reichen Beispiele für tätowierte (Vor-)Zeitgenossen: Immer mehr Promis bekennen sich zu Hautverzierungen und zeigen sie bereitwillig. Spitzenreiter unter den tätowierten Promis ist wohl die amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie. Mit 12 aktuellen und 7 entfernten Tattoos ist sie wohl die am häufigsten tätowierte Schauspielerin Hollywoods. Ihr neuestes Tattoo bezeichnet die „Adoptions-Koordinaten“ ihrer beiden Adoptivkinder Maddox (N11° 33′ 00″ E104° 51′ 00″) und Zahara (N09° 02′ 00″ E038° 45′ 00″), die sie statt des entfernten „Billy Bob“-Tattoos am linken Arm trägt.

Entfernung von Tattoos

Die effektivste Methode, Tätowierungen zu entfernen ist es, die Farbpigmente mit Hilfe eines Rubinlasers zu zerstören. Die genadelten Bilder sind dauerhaft, weil der Körper, wenn die Tätowierungsstiche abheilen, die Fremdkörper der Farbpigmente in Kollagene einkapselt – sie stören ihn dann nicht mehr, werden aber auch nicht abgebaut.
Ein Rubinlaser bringt diese Kollagenkapseln zum Platzen, sodass der Organismus die Farbstoffe abbauen kann. Allerdings baut er sie nicht komplett ab, sondern verkapselt sie teilweise wieder, also muss man die Lasertherapie mehrfach wiederholen (in der Regel 10 Sitzungen).

Fazit

Wer sich tätowieren lassen will, sollte sich über das Motiv 110%-ig im Klaren sein und – wenn möglich – Rat und Hilfe bei einem Profi suchen. Nur wer sein Motiv sorgfältig wählt und es professionell stechen lässt, wird daran ein Leben lang Freude haben.


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