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Zwerggarnelen pflegen

Zwerggarnelen zu pflegen ist gar nicht schwer. In den vergangenen Jahren haben dies eine Vielzahl von Aquarianern mit Erfolg vorgemacht und sich mit den Zwerggarnelen angefreundet. Ob in einem Gesellschaftsaquarium oder in einem Becken mit einem Volumen von 12 Liter aufwärts, die Zwerggarnelen lassen sich in beiden Fällen gut pflegen. Vorausgesetzt allerdings, dass die Aquarienbewohner im Gesellschaftsaquarium nicht zu groß sind. In diesem Fall hätten die Zwerggarnelen natürlich das Nachsehen und die Population würde relativ schnell verschwunden sein. Ein Vorteil ist, dass die Wasserwerte für die Pflege der Zwerggarnelen nicht von all zu hoher Bedeutung ist. Die Gesamthärte kann zwischen 8 und 20 gH liegen. Beim pH-Wert empfiehlt es sich nicht über 8 zu liegen. Optimal erscheinen Werte von 6,7 bis 7 ph-Wert. Für die Temperatur des Wassers werden zwischen 22° C und 24° C angegeben.

Um die Zwerggarnelen erfolgreich zu vermehren gibt es einige wenige Aspekte zu beachten. Das Aquarium sollte viel Javamoos enthalten, damit die Zwerggarnelen sich darin verstecken und Futter finden können. Die Wahl des richtigen Filters kann von entscheidender Bedeutung sein. Ist die Ansaugwirkung zu hoch werden die Zwerggarnelen wie von einem Staubsauger in den Filter gesogen. Aus eigener Kraft werden sie sich nicht befreien können und im Filter verenden. Am idealsten ist der Einsatz eines Hamburger Mattenfilters, denn die Filtrierwirkung ist am höchsten und biologisch die beste die derzeit auf dem Markt zu finden ist. Die Saugwirkung wird über die Fläche der Matte verteilt und ist somit für die Zwerggarnelen vollkommen ungefährlich. Sollte ein Filter mit hoher Ansaugkraft verwendet werden so ist es am besten ein Schaumstoffüberzug zu besorgen, damit die Zwerggarnelen nicht in den Filter gelangen. Beim Einsatz des Hamburger Mattenfilters sei noch erwähnt, dass ein Luftheber zu bevorzugen ist, denn er reichert das Wasser zusätzlich mit Sauerstoff an.

Viele Zwerggarnelen tragen die Eier der jungen bis zu ca. 3 Wochen bei sich um sie dann ,fast vollständig entwickelt, in die Natur zu entlassen. Die Aufzucht gelingt ganz einfach mit feinem Futter wie zum Beispiel Salinenkrebse und Staubtrockenfutter mit Spirulinazusatz. Wenige Zwerggarnelen stoßen Larven aus die dann in einer Brackwasserphase die vollständige Entwicklung erfahren.

Diese Brackwasserphase muss mit viel Fingerspitzengefühl simuliert werden. Ist dies nicht der Fall werden sich die Larven nicht entwickeln bzw. in das Garnelenstadium übergehen. Dies gilt zum Beispiel für die Amanogarnelen oder die roten Nashorngarnelen. Bei Wasserwechsel ist dementsprechend darauf zu achten ,das die jungen Zwerggarnelen nicht abgesogen werden. Das zu wechselnde Aquarienwasser sollte wenigstens ein drittel des Gesamtvolumens betragen. Die Hälfte zu wechseln kann den Zwerggarnelen unter Umständen gut tun. Manchmal werden hierdurch die Populationen im Becken erhöht.

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Dirk Blankenhaus / info@1a-wirbellose.de

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